Geschichte

Gründung

Am 29. Mai 1907 gründet der Salzburger Josef Degler v. Perkeo (K.Ö.St.V. Almgau Salzburg) zusammen mit Friedrich Weber v. Giselher und Alois Krisper v. Gernot die Markomannia. Als Gründungsphilister ist Otto Junk v. Gunther von der CV-Verbindung Carolina Graz, die in dieser Zeit allein das katholische Couleurstudententum in Graz repräsentierte, der Vierte im Bunde. Zu den Farben werden für die Burschen rot-weiß-grün, für Füchse rot-grün gewählt (Mütze grün).

Kennzeichnend für die ersten Semester sind eifrige Keilungen; durch die wachsende Zahl der Mitglieder wächst allerdings auch die Gefahr des Auffliegens (Koalitionsverbot für Mittelschüler in der Monarchie bis 1919 – Schüler konnten von der Schule entlassen werden!), d.h. Vereinstätigkeit im „Untergrund“, wodurch häufig die Bude gewechselt werden muss.

Die im WS 1909/10 auftauchenden Gegensätze zwischen „alten“ Inaktiven und „jungen“ Chargen führen zur Auflösung der Markomannia; die jungen Burschen rufen mit den gleichen Farben die Langobardia ins Leben. Die „alten“ Inaktiven führen Markomannia einige Zeit weiter, kehren aber nach einem Jahr zur Verbindung zurück, die inzwischen wieder den alten Namen angenommen hat.

Schon früh haben sich Markomannen über die Verbindung hinaus im Verband engagiert. Im WS 1911/12 und im SS 1912) haben die Bundesbrüder Wenzel Thalmann v. Hagen und Franz Watzek v. Gunther im Vorort des Gauverbandes Steiermark & Kärnten als Vorortspräsidenten mitgearbeitet.

Das Verbindungsleben bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 pendelt zwischen eifrigen Keilungen und Fuchsennotstand. Der Krieg bewirkt einen ernsten Verlauf des Verbindungslebens, obwohl zahlreiche Kneipen zu Ehren der von der Front auf Urlaub in Graz weilenden Bundesbrüder geschlagen werden. Nach dem 10. Stiftungsfest kommt es – bedingt durch die eingezogenen Bundesbrüder – zu einem häufigen Seniorenwechsel, ja die Verbindung läuft sogar Gefahr, mangels Aktiven aufgelöst zu werden. Durch die Bemühungen des Kriegskommissars Karl Kirmann v. Friedolin kann diese Gefahr gebannt werden. Der Krieg geht an Markomannia beinahe spurlos vorüber, einige Bundesbrüder fallen dem Krieg trotzdem zum Opfer.

Zwischenkriegszeit

Die Markomannia, die während des Ersten Weltkrieges durchgehend Betrieb hatte, bekam im WS 1918/19 ein Problem: zwei frisch gekeilte St. Georgs-Pfadfinder erzählten ihrem Feldmeister von der Verbindung, worauf dieser der Markomannia drohte, sie auffliegen zu lassen, wenn sie nicht die beiden Füchse sofort entlässt. Daraufhin beschloss ein BC am 7.10.1918, zu dem alle geburschten Mitglieder erschienen, die Markomannia formell aufzulösen und sie sofort als Eppenstein, aber mit dem alten Gründungsdatum und Wahlspruch neu zu gründen. Lediglich die Farben wurden von rot-weiß-grün/rot-grün auf gold-weiß-grün/weiß-grün geändert. Bereits am 9.10.1918 schlug der Senior Karl Hansmann v. Donar auf der Bude der CV-Verbindung Traungau die Gründungskneipe Eppensteins!

Die Chargen im SS 1919 blieben gleich. Wegen dem steigenden Goldpreis werden die Farben auf orange- weiß- grün bzw. weiß- grün umgeändert. Die Verbindung arbeitet eng mit dem Traungau, der Festenburg sowie der Norica zusammen. Die im SS 1920 blühende Eppenstein hatte bereits einen Mitgliederstand von 80 AH, 8 EM, 8 a.B., 12 F., 1 Konkneipanten, 2 iaB. insgesamt 111Personen.
Als erstes Verkehrslokal nach dem Krieg diente der „Kutscherwirt“, 1920 folgte der Burgkeller.

Am 28. 5. 1920 wurde das 13. Stiftungsfest begangen, wobei trotz neuer Koalitionsfreiheit die Einladung nicht namentlich unterschrieben war, man traute dem Frieden noch nicht.

Im SS 1920 bildete Eppenstein erstmals einen AHV; 1. Phil.x wurde AH Alois Narnhofer v. Nandi, ihm folgte noch im gleichen Jahr Wilhelm Kuchelbacher.

1921 übersiedelte die Eppenstein in das Admonter-Stüberl, wobei die Bezahlung der Miete laufend große Probleme machte. Noch 1921 zog Eppenstein kurzfristig in eine Bude am Franziskanerplatz und 1922 in die Neue-Welt-Gasse. Der AHV verfasste auch eigene Statuten mit 27 Paragraphen und reichte sie am 28. 11. 1922 bei der steirischen Landesregierung ein. Als Proponenten zeichneten Wilhelm Kuchelbacher, Karl Hansmann und A. Knizacek. Der § 8 schrieb vor, dass mindestens einmal monatlich ein AHC stattzufinden habe. Die Statuten wurden am 11.12.1922 genehmigt.

1922 erhielt Eppenstein eine etwas länger währende Bude im Gasthaus „Zur Stadt Linz“ in der Jakoministraße.

1924 gab es bei Eppenstein wieder Budenprobleme, da jene im Gasthaus „Zur Stadt Linz“ verloren ging. So zog die Verbindung in die „Harmonie“ und im SS 1924 in das „Auge Gottes“.

Ab dem SS 1925 führte Franz Nowak v. Udo für drei Semester Eppenstein als Senior. Noch 1925 fand Eppenstein eine neue Bude im Hotel Deutinger, wo auch am 20. u. 21.5.1925 das 18. Stiftungsfest begangen wurde. Am CC berichtete der x Karl Winkler v. Hagen über große Schwierigkeiten mit der Marianischen Kongregation. („Die Kongregation arbeitet mehr gegen Eppenstein als die Deutschnationalen.“)

Am 8. VC vom 2. bis 6. 9. 1926 in Klagenfurt ist Eppenstein mit 11 Mann vertreten und damit eine der stärksten auswärtigen Vertretungen. In beiden Semestern des Schuljahres 1926/27 war Otto Poltsch v. Dietrich Senior Eppensteins. Nach großen Vorbereitungen stieg vom 20. bis 22. 5. 1927 das 20. Stiftungsfest. Beim Kommers im Hotel Daniel, den Senior Hans Hopferwieser v. Pump schlug, chargierten außer Eppenstein noch Guelfia Graz, Liechtenstein Wien und Karantania Klagenfurt.
Zur großen Ehre und Freude besuchte auch Fürsterzbischof Dr. Ferdinand Pawlikowski, Ehrenmitglied von vier steirischen CV-Verbindungen und Wiener Pennalien den Kommers. Phil.x Alois Narnhofer v. Nandi rieb ihm zu Ehren einen donnernden Festsalamander. 1927 verlor Eppenstein die Bude im Hotel Deutinger und zog vorübergehend, über Vermittlung von AH Dr. Petz v. Tilly, auf die Bude der KV-Verbindung Winfridia.

1930 gründet die Eppenstein zusammen mit den heute noch bestehenden Verbindungen Lützow-Leoben, Nibelungia-Knittelfeld sowie mit den sistierten Verbindungen Guelfia-Graz und Arminia-Bruck den steirischen Landesverband. Im Mai des Jahres beging Eppenstein mit einem Kommers im Hotel Weitzer das 23. Stiftungsfest. Nun fand Eppenstein auch eine neue Bude, vorerst im „Schönau-Stüberl“ und 1930 in der Körösistraße 10.

Im WS 1930/31, unter dem erneuten Seniorat von Wilhelm Lutz v. Gernot, wurde am 21.11.1930 beschlossen, den Namen der 1907 gegründeten Vorgängerverbindung „Markomannia“ wieder zu Ehren zu bringen.

Die Verbindung heißt seither Markomannia-Eppenstein.

In diesem Semester wurde auch erstmals ein Verbindungsseelsorger bestellt, Dr. Andreas Reisinger v. Winfried. Im November 1930 wurde AH Viktor Hödl zum neuen Phil.x gewählt.

1931 forderte LH Dr. Rintelen Markomannia-Eppenstein auf, dem Jung-Lueger-Bund beizutreten, was diese mit Hinweis auf ihren unpolitischen Status ablehnte. Im selben Jahr musste Markomannia-Eppenstein neuerlich wandern, sie fand eine neue Bude im Kernstock-Stüberl im Gasthaus Festenburg in der Wartingergasse.

Im WS 1931/32, als gerade in Graz der Druck der Nationalsozialisten schon spürbar wurde, beschloss Markomannia-Eppenstein am 29.1.1932: „Einem Mitglied der Markomannia-Eppenstein ist es auf keinen Fall gestattet, bei der nationalsozialistischen Partei zu sein“.
Der vom Senior am BC vom 26.6.1933 vorgeschlagene korporative Beitritt zu Vaterländischen Front und zu den Ostmärkischen Sturmscharen wurde mehrheitlich abgelehnt.

Beim Februar-Aufstand des sozialistischen Schutzbundes 1934 stellte Markomannia-Eppenstein ihr früheres „Unpolitisch-Sein“ zurück. Beinahe alle Aktiven und viele Alte Herren rückten beim Studentenfreicorps oder den Ostmärkischen Sturmscharen ein.
Doch bereits am 25.7.1934 galt es, neuerlich für das Vaterland einzutreten und den NS-Putsch abzuwehren. Neun Aktive und acht Alte Herren beteiligten sich an der Vereitlung des nationalsozialistischen Putschversuchs.

Am 24.5.1935 erhielt Markomannia-Eppenstein eine Einladung des 1933 gegründeten Verband der katholisch deutschen, farbentragenden Mittelschulkorporationen Österreichs (VMK) zum Beitritt und nimmt diese als erste steirische Korporation an. Am 14.6. 1935 trat sie dem nunmehrigen MKV bei. Im Dezember 1935 wurde AH Otto Poltsch v. Dietrich wieder zum Phil.x gewählt.

1936 war die Aktivenzahl auf 4 aB. und 4 F. gesunken. Unter dem x Gottfried Brecko v. Wingolf, der die Charge am 30.3.1936 übernahm, stieg die Anzahl jedoch wieder auf 19 B. und 7 F. Eppenstein entsandte eine Delegation zum Pennälertag des MKV nach Innsbruck und führte im Mai 1936 ein gutes 29. Stiftungsfest durch.

Im Februar gründet Rudolf Egger v. Rüdiger mit dem aktiven Burschen Wilhelm Fritz v. Flaps (später Rüdiger) und den Füchsen Leopold Fritz v. Volker und Friedrich Lutz v. Daus die Styria.

Zu Beginn des WS 1936/37 zählte Markomannia-Eppenstein 6 aB., 14 iaB. und 7 F. Markomannia-Eppenstein und Styria waren anscheinend die einzigen aktiven katholischen Pennalien im Lande.

Am 8.1.1937 trat die Markomannia-Eppenstein (allerdings nicht der AHV) der Katholischen Aktion Steiermark bei. Im Gegensatz dazu hatten diese Einladung der Kirche die CV-Verbindungen abgelehnt. Vom Oktober 1936 bis Jänner 1937 führte Dr. Karl Hammer v. Pagat zum letzten Mal vor 1938 die Altherrenschaft als Phil-x. Ihm folgte als letzter Phil-x vor dem Anschluss Wilhelm Lutz v. Gernot, ein äußerst aktiver AH. Er reichte am 30.1.1937 neue revidierte AHV-Statuten ein, die am 5.3.1937 „nicht untersagt“ wurden. So konnte sich Markomannia-Eppenstein zum letzten Mal vor ihrer Auflösung in ihrer ganzen Stärke öffentlich in Farben zum 30. Stiftungsfest zeigen.

Die Verbindung umfasste damals (SS 1937) 90 AH, 22 B. und 7 F. Jubelsenior war Franz Strohmaier v. Walthari. Die Grazer CV-Verbindungen zeigten durch starke Teilnahme ihre Verbundenheit. Der Kommers fand im Märchensaal des „Wilden Manns“ statt. Zahlreiche Gäste und Vertreter von Behörden und Körperschaften nahmen daran teil. Styria, Siegfriedia Linz und Sponheim St. Paul stellten Chargierte. Den Festgottesdienst hielt am Pfingstsonntag Dr. Reisinger in der Schulschwesternkirche zur HI. Dreifaltigkeit. Am Nachmittag brachten zwei Autobusse die Corona nach Deutschlandsberg. Die Stadt hatte Flaggenschmuck angelegt, Bezirkshauptmann und Bürgermeister begrüßten die Gäste. Der Pfingstmontag galt dem Gedenken der toten Bundesbrüder. Eine Exkneipe mit Freibier – gespendet von der Firma Reininghaus – beendete das gelungene Fest.

Das „Dritte Reich“

Im WS 1937/38 verlor Markomannia-Eppenstein ihre neue Bude im Admonter-Stüberl und zog in das Gasthaus Zotter am Karmeliterplatz.
Unter dem letzten x, im SS 1938, Johann Franz v. Siegfried, gelang es, den Aktivenstand noch einmal zu erhöhen auf 35 B. und 11 F. Das Semesterprogramm war bereits bis zum 3.7.1938 festgelegt, als am 13.3.1938 der Anschluss und damit das Ende Österreichs kam. Ein am selben Tag noch rasch einberufener BC beschloss die freiwillige Auflösung der Verbindung, um der Zwangsauflösung zu entgehen. Die letzte Eintragung im Budenbuch lautete: „Die Eppensteiner Freundschaf lebt.“

Schon kurz nach der offiziellen Auflösung schworen 12 Eppensteiner, die Verbindung in Form eines Freundschaftsbundes weiterbestehen zu lassen.

Es gelang, einen Teil der vorhandenen Couleurartikel rechtzeitig vor der Beschlagnahme zu verstecken. Schläger, Cerevis und Protokollbücher konnten über die NS-Zeit gerettet werden. Die Schwurgenossen trafen sich hauptsächlich in der Wohnung und im Büro des Kriegskommissars. Sie waren aber nicht die einzigen, die sich immer wieder einfanden. Auch neue Freunde fanden Einlass in den Kreis der Eppensteiner. So wurden Rudolf Mautz (gefallen 1943), Otto Kremmel (gefallen 1942), Karl Mörtl v. Hartwig (3.5.1943), Josef Pfandner (18.4.1942) und Hans Prossnigg (28.6.1942) während des Krieges rezipiert. Andere, bekannt als Gegner des braunen Regimes, verloren ihre Stellung und mussten endlose Verhöre über sich ergehen lassen, ehe sie irgendwo Arbeit und Unterschlupf fanden.

Die AH Dr. Karl Hammer v. Dr. Pagat, Dr. Heinrich Schuh v. Stiefel und Hans Winkler v. Hettel mussten z.B. das Ende des „tausendjährigen Reiches“ abwarten, um wieder auf ihre früheren Posten zurückkehren zu können.

Der Franziskanerpater Karl Staudacher gehörte der „Antifaschistischen Freiheitsbewegung“ an. Er wurde zweiundvierzigmal von der Gestapo verhört, am 23.8.1943 verhaftet und trotz eines Freispruchs bis zum 6.12.1944 festgehalten.

15 Eppensteiner blieben auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges: Friedrich Lutz v. Daus, Alfred Schoklitsch, Rudolf Mautz, Dr. Heribert Paller v. Sinus, Maximilian Heinrich v. Spitzt, Dipl. Ing. Rudolf Kogler v. Siegfried, Josef Deutscher v. Goliath, Franz Kaiser v. Majestät, Karl Domainko v. Arnim, Otto Kremml, Rudolf Slama v. Bully, Anton Ringhofer v. Walfried, Dr. Walter Dürnberger v. Kuno, Franz Dotzler v. Jumbo und Franz Strohmaier v. Walthari.

Nach Ende des sinnlosen Krieges denkt man sofort an die Wiedererrichtung einer Aktivitas. Am 31.03.1948 findet ein CC statt, dem 24 Mitglieder beiwohnen. Der Antrag zur Wiedererrichtung einer Aktivitas und Altherrenschaft wird einstimmig angenommen. Auch wird beschlossen, die Styria in die Markomannia-Eppenstein überzuleiten, deren Mitglieder als Urmitglieder der Markomannia-Eppenstein geführt werden.

Nachkriegszeit

Trotz des vorhandenen Eifers misslingt der Versuch, 1949 wird die Aktivitas sistiert. In der Altherrenschaft sind die Probleme nicht minder groß. 1951 beginnen Hans Neger v. Achill und Herbert Leyrer v. Kater die Aktivitas neu aufzubauen.

Im SS 1953 gründet Markomannia-Eppenstein zusammen mit Stubenberg Bruck den steirischen Landesverband des MKV. Reger Verkehr mit den Farbenbrüdern des CV, sowie die eifrigen Bemühungen des Philisterseniors Wilhelm Fritz v. Rüdiger bestimmen das Leben der Verbindung von 1951 bis 1956.

Das 50. Stiftungsfest bringt den Höhepunkt des Verbindungslebens seit der Reaktivierung (Jubelsenior ist Richard Ott v. Bondi). Mittelpunkt war ein grandioser Festkommers im Hotel Steirerhof und die Spende einer neuen Fahne.

Als 1966 in Leibnitz die Seccovia durch Eppensteiner gegründet wird, nimmt Markomannia-Eppenstein zusammen mit Bergland Wieselburg die neue Verbindung als Tochterverbindung an. Der nächste Höhepunkt ist das 60. Stiftungsfest unter dem Jubelsenior Walter Mathias v. Habakuk, der wenig später durch einen Verkehrsunfall aus seinem arbeitsreichen Leben allzu jäh aus der Aktivitas herausgerissen wird.
Zum Anlass des Jubelfestes verfasst Dr. Walter Deu v. Bambi eine Verbindungsgeschichte.

Die seit 1953 im Palais Attems bestehende Bude wird 1970 verlassen. Von nun an dient das Haus Grabenstraße 142 bei den Karmeliten der Markomannia-Eppenstein als Bude. Erwähnenswert ist die Neugestaltung unserer Bude im WS 1975/76, bei der sich der aktive Bursch Josef Schneiber v. Hunze sehr verdient gemacht hat.

Eine bis heute positiv wirkende Entscheidung wurde 1980 gefällt. Über Initiative unseres Bbr. Ing. Erich Amerer v. Gin und Dank seines überdurchschnittlichen Einsatzes wurde eine neue, dem Bedarf der Verbindung entsprechende Bude – mit Kneipsaal, Clubraum, Bar, WC`s usw. – im Haus Maygasse 11 gemietet. Bedingt dadurch kam es zu einem zwischenzeitlichen Hoch.
Zum 90. Stiftungsfest wurde 1997 über Initiative des Phil-X Major Mag. Gernot Hutter v. Napoleon die Statue des Hl. Josef bei der Leechkirche restauriert und in einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben.

Kennzeichnend für die nächsten Jahre ist das permanente „Auf und Ab“. So steht man nach der Burschung der gekeilten Füchse wieder vor dem Problem des Nachwuchsmangels.

„Heute & Morgen“

Das 100. Stiftungsfest 2007 bringt eine entscheidende Wendung. Ausgehend von einigen initiativen Alten Herren wird 2006 Bbr. Ing. Erich Amerer – mit Führungsfunktionen in Wirtschaft & Politik – als neuer Vorsitzender des AHV vorgeschlagen und gewählt. Er stellt mit ausgesuchten „Profis“ ein neues Team auf: Phxx1 Hofrat Dr. Günter Felber v. Marius, Phxx2 Christoph Duben v. Aeneas (vorm. Phx), Phxxx ADir. RegR. Josef Schneiber, Phxxxx Gen.Dir.Stv. Dr. Richard Ott v. Bondi. Als Jubelchargen der Aktivitas fungieren: Senior Armin Koch v. Gargamel, xx1 Christoph Koch v. Valium, xx2 Philipp Maunz v. Kanzler, FM Robert Reinisch v. Kammermohr, xxx Andreas Zenz v. Kepler, xxxx Markus Kaufmann v. Mercator. Der Stiftungsfestausschuss beschließt alle Veranstaltungen, ein Werteprojekt mit „generationen…leben“, die Festschrift, neue Wichsen, neue Fahne, Budenrenovierung und – erweiterung, Info-Kampagne usw. Für Eppenstein Maßstäbe wird es ein Fest der Superlative.

Beginnend mit Empfang im Rathaus beim Bgm. und Bbr. Mag. Siegfried Nagl, Landersvaterkneipe mit Receptionen und Festrede DI Dr. Edgar Hauer, tags darauf am Samstag MKV Convent, Empfang durch Land Steiermark im Palais Attems, Festzug mit 118 Chargierten (Bundes- & Landesstandarten) vielen Couleur Trägern samt Familien, angeführt von der Postmusik in Traditionsuniformen vom Schlossbergplatz, Hauptplatz, Herrengasse und im Landhaushof Festakt für „Freiheit & Heimat“.

Nachmittag Festmesse gehalten von MKV LS Mag. David Schwingenschuh assistiert von 4 B/Kbr. in der Garnisonskirche der Barmherzigen-Brüder mit Weihe der neuen Fahne – gestiftet vom Wiener Eppensteinzirkel – übergeben von den Patinnen Petra & Angelika.
Anschließend Symposium zum Thema „generationen…leben“ mit Kooperationspartner FCG-Stmk., Vorsitz NRAbg. UniProf. Dr. Beatrix Karl und u.a. EU-VPr. Mag. Othmar Karas, UniProf. Dr. Wolfgang Mantl etc.in der großen Corona Bgm. Nagl mit einer Reihe von LAbg., Gem.Räte und Ehrengäste.

Festkommers im großen Saal der AK-Stmk. mit über 500 Gästen und 120 Chargierte. Höhepunkte die Ehrenbandverleihung an Landeshauptmannstv. Hermann Schützenhöfer v. Schützi und die Ehrung von Bbr. GenDir. Dr. Richard Ott v. Bondi mit dem Dr. cerevisiae et vini. Ausklang auf der Bude und am Sonntag der Couleurausflug mit den Familien ins Grüne nach Wenisbuch Buschenschank „Wastl“.
Der geweckte Elan des Jubelstiftungsfestes wurde mit viel Engagement weiter entwickelt. So wurde es zum Standard die wissenschaftlichen Abende mit bedeutenden Referenten einem großen Publikum an zu bieten mit tagespolitisch aktuellsten Themen wie „Internationale Finanzkrise“ mit dem GDir. der Raiba Stmk., „Die Energiewende“ mit dem Chef der Energie-Stmk. oder exklusiv mit dem Rektor in der TU-Graz und viele andere WA`s mehr.

Die jährlichen Generationentage führen je 40 „Alte & Junge“ zum gemeinsamen Dialog zusammen. Für die Aktiven gibt es spezielle Seminare und spannende Exkursionen z.B. Atomkraftwerk in der CZE oder EU Zentrale in Brüssel. Stiftungsfeste und Weihnachtskommerse werden jeweils „groß“ gefeiert und sind auch Anlass zu Receptionen, Burschungen, Ehrungen und Bandverleihungen. „Eppensteins Dank“ Band erhielten Christoph Duben, Martin Kaufmann, Josef Schneiber, Dr. Günther Felber, Dr. Christoph Binder, Herbert Pleschberger, Ing. Mag. Michael Amerer, Mag. Siegfried Nagl. Den Dr. cerevisiae et vini die AH Phx Ing. Erich Amerer und Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mantl. Für ihre großen Verdienste ausgezeichnet wurde mit dem Ehrenring in Gold & Brillanten BM Univ.Prof. Mag. Dr. Beatrix Karl. Eine Reihe von engagierten Damen wurden zu Ehrencouleurdamen „erhoben“.

Seit 2009 gibt es eine neue Freundschaftsverbindung und zwar die Ö.K.C. Kahlenberg Wien. Ein neuerlicher Anlass mit rund 70 Chargierten und Musikkapelle durch die Herrengasse zu marschieren. In diesen Jahren hat sich die Aktivitas durch hervorragende Chargen bedeutend weiter entwickelt und durch Philistrierungen zur Stärkung der Altherrenschaft beigetragen.

Das ganz große Anliegen konnte auch verwirklicht werden. Waren wir bisher Mieter unserer Bude konnten unter der Initiative von Phil-x Dr. Gin und Phil-xxxx Dr. Bondi sowie der Mithilfe der Altherrenschaft, die Räumlichkeiten gekauft werden. Damit sind wir nicht nur Miteigentümer des „Eppenstein-Hauses“ sondern auch für die Zukunft abgesichert und unabhängig. Möglich werden alle Initiativen aber vor allem durch ständig neue und mehr Mitglieder. So ist die Eppenstein in den letzten Jahren um rund 40% auf rund 200 Mitglieder angewachsen. Ein gutes Omen für die Zukunft!